Die Ettenheimer Bürgerenergie eG wurde 2011 gegründet und hat inzwischen knapp 400 Mitglieder aus Ettenheim und der Region. Ziel der Genossenschaft ist es, die Energiewende vor Ort aktiv zu gestalten und über die mit Erneuerbaren Energien verbundenen Chancen zu informieren. Hierzu veranstaltet sie zum Beispiel Exkursionen, Informationsabende oder sorgt dafür, dass die Energie von Wind, Wasser und Sonne erlebbar wird.
Die Genossenschaft hat das Windparkprojekt von Anfang an begleitet, war maßgeblich an der Auswahl des Windparkentwicklers beteiligt und hat den Entwickler über den gesamten Planungs- und Bauprozess intensiv unterstützt. Seit Juli 2016 ist die Genossenschaften mit 25,5 % am Bürgerwindpark Südliche Ortenau beteiligt.
Seit ihrer Gründung hat die Genossenschaft zudem zwölf Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 386 kWp in Betrieb genommen. Seit Ende 2025 betreibt die Genossenschaft darüber hinaus eine eigene Windenergieanlage auf dem Schnürbuck.
Federführend für die Entwicklung des Windparks war die Green City AG in München. Sie wurde 2005 als Tochter der größten Münchner Umweltschutzorganisation Green City e.V. gegründet. Finanziert wurde das Projekt über die Beteiligungsgesellschaft Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG.
Am 24. Januar 2022 hat die Die Green City AG aufgrund von drohender Zah-
lungsunfähigkeit und Überschuldung beim zuständigen Amtsgericht in München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Gläubiger der Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG, die 49 % der Anteile am Windpark hält, haben sich Ende 2023 entschieden, die Anteile am Bürgerwindpark Südliche Ortenau weiterzuführen.
Die 14.000-Einwohner-Gemeinde ist mit 16,4 % an der Betreibergesellschaft des Bürgerwindparks beteiligt. Ettenheim gehört in der Region zu den Vorreitern insbesondere bei der Nutzung der Windenergie: Bereits 1999 wurde ein „Regio-Windpark“ aus fünf Windenergieanlagen im nahen Waldgebiet in Betrieb genommen. Nach 20-jähriger Betriebszeit erfolgte sukzessive ein Rückbau dieser fünf Anlagen, um Platz für einen neuen Windpark auf dem Schnürbuck zu schaffen. Dieser ging Anfang 2026 in Betrieb und hat eine erwartete Jahresstromproduktion von durchschnittlich 30 Mio. kWh.
Schuttertal ist mit 9,1 % an der Betreibergesellschaft des Bürgerwindparks beteiligt. Weit mehr als die Gemeinde selbst an Strom verbraucht, erzeugt sie durch private Solaranlagen vor Ort und durch Windenergieanlagen auf ihrem Gemeindegebiet. So stehen nicht nur zwei der sieben Anlagen des Bürgerwindparks auf Schuttertäler Gemarkung. Auch ein Teil der vier Anlagen des Windparks Kambacher Eck liegt auf dem Gemeindegebiet.
Nach der Insolvenz der Green City AG hat Das Grüne Emissionshaus die technische Betriebsführung des Windparks übernommen.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Freiburg und verfügt über 30 Jahre Erfahrung in Planung, Bau, Finanzierung und dem Betrieb von Erneuerbare-Energien-Projekten. Mit seinen knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbern betreut Das Grüne Emissionshaus derzeit 23 Windenergieparks in Deutschland mit einer Leistung von insgesamt rund 350 MW, zahlreiche Solarparks und -anlagen mit insgesamt rund 30 MW Leistung sowie ein Windenergiepark im Norden Frankreichs mit knapp 14 MW Leistung.

